Februar 09 2020 0comment

Massiv- oder Fertigteilhaus?

Massivhaus

Massivhäuser sind Gebäude deren äußere Hülle und deren tragende Wände aus einem massiven Material, wie z. B. Kalksandstein, Porenbeton oder Ziegel hergestellt wurden. Hierbei sollte auf eine Mischung der Materialien untereinander verzichtet werden. Alle Materialien bestehen in Ihrer Grundsubstanz aus natürlich vorkommenden Stoffen, wie z. B. Kalk, Gips oder Ton.

Vorteile

• Jedes Massivhaus wird individuell nach dem Wunsch des Kunden geplant und gefertigt. Auch nach Jahren können noch Umbauten vorgenommen werden und so das Haus an die neue Lebenssituation anpassen.

• Massivhäuser sind äußerst langlebige Häuser und haben auch nach Jahren noch eine hohe Wertbeständigkeit

• Da die massiv gebauten Häuser im Wesentlichen aus Naturprodukten hergestellt werden, können die verwendeten Materialen Wasserdampf absorbieren und auch wieder abgeben.

• Massiv bedeutet eben auch schwer, dadurch bitten diese Häuser einen hohen Luftschallschutz und Trittschallschutz.

• Hervorragende Wärmespeicherung der Wände. Die Heizwärme wird gespeichert und kontinuierlich wieder an den Wohnraum abgegeben.

• Ein wesentlich wichtiger Vorteil ist der Brandschutz. Massivhäuser werden vorwiegend aus nicht brennbaren Materialien gefertigt. Sie sind auf Widerstandsfähiger gegen mechanische Abnützung, Witterungseinflüsse und chemische Einflüsse.

• Kurzfristige Änderungen sind bei einem Massivhaus immer möglich z.B. eine Wand zu verschieben.

Nachteile

• In der Fertigung sind Massivhäuser meist teurer als Fertighäuser.

• Der Bau eines Massivhauses dauert in der Regel länger. Durch schlechte Witterungsverhältnisse kann sich der gesamte Bau verzögern. Beton, Estrich, Putz usw. brauchen grundsätzlich eine gewisse Abbindezeit.

• Jedes Massivhaus ist anders, daher muss immer wieder aufs Neue, bis ins Detail geplant werden. Bei Änderungen müssen alle dadurch beeinflussten Bauteile kontrolliert und evtl. Leitungen usw. anders verlegt werden. Jeder Bauherr hat andere Wünsche die das Material betreffen, manchmal müssen die in kürzester Zeit geliefert werden.

Fertighaus

Unter Fertighäusern versteht man Häuser deren Grundkonstruktion vorgefertigt ist. Fertighäuser bestehen in der Regel aus einer Holzkonstruktion oder aus industriell vorgefertigten Elementtafeln, die vor Ort montiert werden. Die Architektur, Grundrissgestaltung und die Bauweise ist vorgegeben und kann nicht oder nur mit einigem Kostenaufwand geändert werden.

Vorteile

• Der Bauherr hat die Möglichkeit aus einer Vielzahl unterschiedlicher Hauskonzepte auszuwählen und oftmals ist das gewünschte Haus schon mehrfach gebaut worden und kann so vor Vertragsunterschrift besichtigt werden.

• Die Aufstellung eines Fertighauses geht ganz schön schnell und sie sind auch gleich einmal bezugsfertig. Die meisten Typen können sogar im Winter aufgestellt und moniert werden.
• Die Fertighausteile werden in den Werkshallen vorgefertigt, egal ob es draußen regnet, stürmt oder schneit. Der Aufbau vor Ort erfolgt in kürzester Zeit und ist so nahezu witterungsunabhängig. Das austrocknen lassen entfällt komplett, Sie können sofort einziehen. Das spart enorm viel Zeit und Kosten.

• Idealerweise ist ein erfahrener Ansprechpartner immer für sie da. Und erledigt alles mit Behörden, Banken und Handwerkern.

• Fertigbauhäuser können fast überall gebaut werden. Egal ob unwegsames Gelände, extreme Hanglage, feuchter oder felsiger Untergrund, das alles kann ihrem Bauvorhaben fast nichts anhaben.

• Da weder Beton noch Zement verbaut wird, entsteht keine Feuchtigkeit wie beim Massivbau.

Nachteile

• Fast keine individuelle oder vom Architekten geplante Planung. Individuelle Wünsche können schwer und nur mit hohen Kosten verbunden umgesetzt werden.

• eventuell geringerer Wiederverkaufswert.

• Thermisch geschlossenen Außenhülle durch die ein Luftaustausch nicht möglich ist.

• Geringerer Schallschutz, bedingt einerseits durch die verwendeten Baumaterialien und durch die offene Bauweise andererseits, dadurch ist es im Haus sehr hellhörig.

• Geringere Feuerbeständigkeit in Abhängigkeit der zur Verwendung kommenden Materialien. • Die geringe Speicherfähigkeit der Wände führt dazu, dass die Räumer in der kalten Jahreszeit etwas schneller auskühlen als beim Massivbau.

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