Eigentum als Vorsorge

Studie bestätigt: Eigene vier Wände sinnvolle Vorsogestrategie für das Alter.

 

Die individuelle Eigenvorsorge wird in der Frage der finanziellen Absicherung des Lebensabends in Zukunft eine zentrale Rolle spielen, da die Verschiebung der Alterspyramide die öffentlichen Haushalte massiv beanspruchen wird.
Damit kommt der Frage, wie der Einzelne sicher und sinnvoll für den dritten Lebensabschnitt vorsorgen kann, wachsende Bedeutung zu.

“Sparen für die eigene Wohnung, das eigene Haus, ist eine der sachlich am besten begründeten Formen der Eigenvorsorge”, weist der langjährige Leiter des WIFO und Mitglied des Expertenforums Lebensstilforschung der Raiffeisen Bausparkasse, Prof. Dr. Helmut Kramer, in der Studie “Wohneigentum als Altersvorsorge” hin. Wie man wohnt, ob in Eigentum oder Miete, ist daher nicht nur eine Frage des Wohnstils, sondern zunehmend auch eine Frage der klugen Altersvorsorge.
Wer im Eigentum wohnt, hat es im Alter besser.

Kramer führt in der Studie aus, dass die Bildung von Wohneigentum die Lebenshaltungskosten im Alter abfedere, weil die eingesparten Mietkosten wie ein Zusatzeinkommen wirken würden. Zudem behielten die meisten Wohneigentümer auch nach Abzahlen des Kredits ihre Sparstrategie bei, was die volkswirtschaftlich erwünschte Vermögensbildung zusätzlich fördere. Aus diesen Gründen, so die Studie, stünden Pensionisten, die im Eigentum wohnen, auch bei gleichem Einkommen finanziell besser da als Mieter.

  • Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Alterung kommt einem quantitativ und qualitativ ausreichend verfügbaren, ausfinanzierten Wohnungsbestand volkswirtschaftlich gesehen eine zentrale Rolle zu, da
    die volkswirtschaftliche Sparleistung der Privathaushalte steigt,
  • der Staatshaushalt dadurch entlastet wird,
  • der Wohnungsbestand in qualitativer Hinsicht gepflegt wird,
  • der Generationenkonflikt gemildert und die Generationeninteressen besser ausgeglichen werden können, weil durch die Bildung von Wohneigentum auch gleichzeitig Vermögen für nachkommende Generationen geschaffen wird.

 

Die einzige Altersvorsorge, die man bereits in jungen Jahren genießen kann

„Das Geld ist – im Gegensatz zu anderen Veranlagungsformen – in einer selbstgenutzten Immobilie nicht nur krisensicherer angelegt, das Wohnen im Eigenheim bietet unbeeinträchtigt vom Marktwert auch einen konstanten Nutzwert. Die hohe Wohnqualität Eigentums kann man – im Vergleich zu anderen Vorsorgearten – auch schon lange vor dem Ruhestand genießen“, fasst Dr. Erich Rainbacher, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse und Initiator des Expertenforums Lebensstilforschung, die Vorteile aus der Vorsorgeperspektive zusammen.

Bedeutung des Bausparens steigt

Rainbacher weist darauf hin, dass jene, die im Alter nicht auf ihren gewohnten Lebensstandard verzichten möchten, schon in jungen Jahren in Wohneigentum investieren sollten. Der erste Schritt dazu sei nach wie vor das Bausparen – die beliebteste Sparform der Österreicher. Bausparen werde von der Bevölkerung als Vorsorgesparform Nummer eins gesehen, wie eine Spectra-Umfrage zu diesem Thema aufzeige, betont Rainbacher.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Bedeutung des Eigenheims als Zukunftsvorsorge ist die Attraktivität des Bausparens zusätzlich gestiegen. Denn diese kostengünstige und transparente Anlageform ist nicht nur für all jene interessant, die von einem Eigenheim träumen, sondern auch für Sparer, die gezielt Vermögen zur Altersvorsorge aufbauen wollen.

Steigender Wohnungsbedarf in den nächsten Jahrzehnten

Der Wohnungsbedarf wird trotz der düsteren demografischen Prognosen in den nächsten Jahren weiter zunehmen. „Es wäre falsch, vom Rückgang der Geburten seit Ende der 60er Jahre auf ein Nachlassen des Bedarfs an zusätzlichen Wohnungen zu schließen. Denn durch die höhere Lebenserwartung werden Menschen ihre Wohnungen länger bewohnen und die Weitergabe auf dem Erbweg oder über den Wohnungsmarkt wird deutlich später erfolgen“, erklärt Rainbacher. Parallel dazu wird der Trend zu kleineren Haushalten anhalten, dazu kommt, dass viele Wohneinheiten nicht mehr den qualitativen Standards entsprechen und daher erneuert werden müssen.

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